Zwei Wege
Der einfache Eintrag braucht fünf Angaben: Zeit, Person, Anamnese, Maßnahmen, Unterschrift. Das vollständige Ersthelferprotokoll führt in sechs Schritten durch alle Felder der Papiervorlage.
Was Saniakte kann — und was es bewusst nicht tut. Der zweite Teil ist der wichtigere: eine Dokumentation, die mehr verspricht, als sie hält, kostet im Einsatz Zeit und im Zweifel die Nachweisbarkeit.
Der einfache Eintrag braucht fünf Angaben: Zeit, Person, Anamnese, Maßnahmen, Unterschrift. Das vollständige Ersthelferprotokoll führt in sechs Schritten durch alle Felder der Papiervorlage.
Alarm, Ausrücken, Ankunft, Übergabe, Ankunft Rettungsdienst, Einsatzende — jeweils mit einem Knopf für „jetzt“ und auf die Sekunde festgehalten.
Bewusstsein, Atmung, Schmerz, bis zu vier Reihen Vitalwerte, Blutzucker in mg/dl oder mmol/l, Verletzungen am anklickbaren Körperschema markiert.
Durchgeführt, ausdrücklich nicht erforderlich, oder gar nicht berührt. Invasive Maßnahmen sind rot hervorgehoben und verlangen die Unterschrift der durchführenden Person.
32 Posten kommen mitgeliefert, eigene lassen sich ergänzen. Erfasst wird die verbrauchte Menge — je Hilfeleistung, nicht am Ende geschätzt. Auf Wunsch führt Saniakte den Bestand mit und meldet, wenn ein Posten zur Neige geht.
Wunde, Unfallstelle oder mitgegebene Unterlagen fotografieren oder hochladen. Die Bilder gehören zur Akte und stehen im Protokoll-PDF.
Der Auffindeort lässt sich aus der Position des Geräts übernehmen; die Adresse kommt vom eigenen Geokodierdienst.
Das Ersthelferprotokoll wird als ausgefüllte Fassung der Papiervorlage erzeugt — dieselbe Anordnung, dieselben Kästchen. Wer eine eigene, gestempelte Fassung hat, hinterlegt sie.
Was auf der Vorlage keinen Platz hat — Körperstellen, freie Ergänzungen, Material, Bilder, Unterschriften — steht dahinter und bricht auf weitere Blätter um, statt abgeschnitten zu werden.
Überschrift, Einleitung, Fußzeile, Schriftgrößen, Zeilenluft und Logo des angehängten Blattes stellt die Organisation selbst ein, mit Vorschau.
Die Liste aller Hilfeleistungen eines Dienstes als PDF im Zuschnitt der bekannten Unfallhilfsstellen-Übersicht.
Jede Seite trägt eine Prüfsumme über die dokumentierten Werte. Ein vorgelegter Ausdruck lässt sich damit gegen den Datensatz halten.
Ein anonymer Link, 48 Stunden gültig, über den die betroffene Person ihr Protokoll abrufen kann — ohne Konto, ohne dass etwas per E-Mail hinausgeht.
Jedes Blatt hinter der Vorlage trägt Organisation, Protokollnummer, Prüfsumme und Blattzahl. Ein einzeln herausgefallenes Blatt bleibt zuzuordnen.
Die mitgelieferte Papiervorlage ist leer. Wer den eigenen Stempel im PDF will, hinterlegt seine gestempelte Fassung.
Laufen zwei Einsatzstellen parallel, hat jede ihre eigene Zeile, ihre eigenen Zahlen und ihre eigene laufende Nummer. Die Listen bleiben getrennt.
Konten werden je Dienst eingeteilt, Fahrzeuge einmal angelegt und dem Dienst zugeordnet — im Protokoll wird ausgewählt statt getippt.
Dienste anlegen, abschließen, alle laufenden Dienste sehen, Listen pflegen, Dokumente hinterlegen, Hilfeleistung sperren — je Punkt: alle Helfer oder nur die Administration.
Dienstanweisungen, Alarmpläne, Formulare liegen in der Anwendung und sind nur nach Anmeldung abrufbar.
Beim Abschluss eines Dienstes entsteht ein Bericht mit Dauer, Zahl der Hilfeleistungen, eingeteilten Helfern und verbrauchtem Material.
Der Dienstleiter zeigt den Code, die Helfer scannen ihn und stehen in der Einteilung. Das spart das Suchen in der Namensliste.
Die Übersicht lässt sich nach Zeitraum, Helfer und Stichwort einschränken. Das Ergebnis gibt es als Tabelle oder als ein PDF mit allen Protokollen des Dienstes.
Hilfeleistungen je Monat und Stunde, häufigste Maßnahmen, Materialverbrauch, Dienste mit den meisten Einsätzen — für den Jahresbericht, ohne Namen und Diagnosen.
Wer hat wann was angelegt, geändert oder gelöscht. Unveränderlich und ohne den Inhalt einer Dokumentation — nur, dass sie angefasst wurde.
Neben dem Passwort ein Code aus einer Authenticator-App, dazu Ersatzcodes für den Fall, dass das Telefon weg ist. Nach acht Fehlversuchen ruht ein Konto.
Auskunft nach Artikel 15 als Datei, Sperrung nach Artikel 18, und ein Löschjob, der abgelaufene Datensätze nach zehn Jahren entfernt.
Eine halbe Stunde vor der Startzeit wechselt ein geplanter Dienst auf „läuft".
Das hier ist keine Wunschliste für später, sondern die Grenze, mit der Sie planen sollten.
Saniakte rechnet keinen Einsatz mit Kostenträgern ab und erzeugt keine Rechnungen. Der Kostenträger wird dokumentiert, mehr nicht.
Keine Anbindung an Leitstellen, keine Melderschleifen, keine Einsatzannahme. Saniakte beginnt, wenn Sie am Patienten stehen.
Werte aus Monitor, EKG oder Blutzuckermessgerät werden eingetippt. Es gibt keine Schnittstelle zu Medizingeräten.
Saniakte dokumentiert. Es stellt keine Diagnose, gibt keine Handlungsempfehlung und ist kein Medizinprodukt im Sinne der MDR.
Berichte liegen im Postfach der Anwendung. Es gibt bewusst keinen Versand nach außen — auch kein Zurücksetzen von Passwörtern per E-Mail.
Jede Organisation hat ihre eigene Installation mit eigener Datenbank. Es gibt keine gemeinsame Auswertung über Kunden hinweg — auch für uns nicht.
Ein Raster, das mitwächst: auf dem Telefon eine Spalte, auf dem Tablet zwei, am Rechner drei. Bedienelemente mit mindestens 48 Punkt Höhe, damit die Anwendung mit Handschuhen bedienbar bleibt.
Auf den Startbildschirm gelegt, läuft Saniakte wie eine App. Fehlt der Empfang, bleiben die Formulare erreichbar; ein Eintrag wartet auf dem Gerät und geht hinaus, sobald wieder Netz da ist.
Ein Schalter neben Hell und Dunkel: größere Schrift, größere Trefferflächen, kräftigere Linien — für Sonne und Handschuhe.
Neben den langen Textfeldern ein Knopf zum Diktieren. Die Erkennung läuft beim Browserhersteller, nicht auf dem Gerät; deshalb ist die Möglichkeit ab Werk aus und wird von der Organisation bewusst eingeschaltet.
Eine kurze Meldung, wenn ein Dienst startet, endet oder man eingeteilt wird. Mehr steht nie darin: eine Meldung ist auch auf dem gesperrten Bildschirm zu lesen.
Name, Kurzname, Logo, Website, Impressum und Erreichbarkeiten stellt die Organisation selbst ein. Die Rechtstexte ziehen diese Angaben.
Was sich in der Anwendung geändert hat, steht in der Anwendung unter „Neuerungen“ — in derselben Sprache wie hier, nicht als Entwicklerprotokoll.